In den 25 Jahren seiner Tätigkeit als Lehrer an der Architekturabteilung der ETH Zürich war Georg Mörsch ein gefragter Referent. Als "Auftragswerke" spiegeln die Themen seiner Vorträge zeittypische Brennpunkte und Konflikte der Denkmalpflege, der Architektur und des Städtebaus, zu denen man sich von einem, der ausserhalb der Tagesgeschäfte steht, einen Kommentar oder Ratschlag erhoffte - und nicht selten einen Tadel bekam. Die hier versammelten Beiträge - mehrheitlich publizierte Vorträge und einige wenige Aufsätze - umkreisen vier inhaltliche Bereiche: die alten, aber immer noch virulenten Themen Denkmalbegriff, Denkmalwerte, Authentizität und Rekonstruktion - das Verhältnis von Denkmalpfleger und Architekt beziehungsweise den Aufgabenkreis der beiden Disziplinen, ihre Berührungs- und ihre Konfliktpunkte - die historische Stadt als Ressource für die Zukunft - neue Themen und Gefahren, die sich aus den gesellschaftspolitischen Umwälzungen am Ende des 20. Jahrhunderts ergeben haben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.06.2005
Menschen wie Georg Mörsch, Dozent für Denkmalpflege an der ETH Zürich, verdankt die Gesellschaft, dass im "mühsamen Geschäft" der Denkmalpflege auch "Erfolge erzielt" werden, lobt Jürgen Tietz, der diesen Sammelband mit Vorträgen und Aufsätzen Mörschs zur Denkmalpflege aus den Jahren 1990-2002 empfiehlt. Mörsch schreibt "freundlich eloquent" und dabei "oft humorvoll", ist aber, was die Sache angeht, "unerbittlich", so der Rezensent angetan. So beziehe der Autor klare Positionen zu "grundsätzlichen Fragen" seines Fachs wie etwa nach der Legitimation von der Rekonstruktion historischer Bauten oder dem Problem des Alterns denkmalgeschützter Bauten. Dieser Sammelband ist "vielschichtig" und sowohl "lesbar" als auch "lesenswert", lobt der begeisterte Tietz, der hier die "grundlegenden Fragestellungen der heutigen Denkmalpflege" verhandelt findet.
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