Herausgegeben von Marion Wohlleben und Rans-Rudolf Maier. Nachhaltigkeit ist aus der Planung nicht mehr wegzudenken. Im Grundsatz sind sich Fachleute und politische Entscheidungsträger einig, dass die Lebensgrundlagen kommender Generationen ernsthaft gefährdet sind, wenn der rasante Verbrauch lebensnotwendiger Ressourcen nicht gebremst wird. Natur- und Umweltschutz haben bereits Beachtliches geleistet. Dass aber auch die Kultur zu diesen Ressourcen gehört, ist in der Nachhaltigkeitsdebatte noch zu selten zu hören. So werden Gebäude und Infrastrukturen oft nur als Verfügungsmasse gesehen statt als wesentliche Faktoren kultureller Identifikation. In den vorliegenden Beiträgen wird gezeigt, was die Denkmalpflege zu einer nachhaltige Entwicklung beisteuern kann, denn sie hat in ihrem jahrhundertelangen Bemühen um Konservierung und Tradierung langlebiger, komplexer und empfindlicher Kulturgüter viele Erfahrungen und Techniken gesammelt, die sie zur Nachhaltigkeit geradezu prädestinieren.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.08.2003
Denkmalpflege sollte sich nicht nur als Strategie im Umgang mit Zeugnissen der Vergangenheit, sondern auch als tragfähige Zukunftsstrategie verstehen, findet Rezensent Jürgen Tietz. Den schmalen Tagungsband des Instituts für Denkmalpflege der ETH Zürich findet er unter diesem Aspekt sehr gelungen, denn hier diskutieren Fachleute denkmalpflegerische Kernthemen wie "Umnutzung" und "Ressourcennutzung" und beziehen damit den Aspekt des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Potenzials der Denkmalpflege, der bislang kaum mitgedacht wurde, mit ein. Dass dies bisher kaum geschehen ist, zeige eine 2002 veröffentlichte "Denkmalstudie Berlin", die auf ein großes Potenzial von Denkmalimmobilien verweise, das aber von der lokalen Politik weitgehend ignoriert worden sei. Bleibt zu hoffen, dass der nun vorliegende Tagungsband Bewegung in den Umgang mit schutzwürdigen Bauten bringt.
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