Die CSU steht an der Wegscheide. Seit Stoibers Rücktrittsentschluss gibt es kein "Weiterso", kein "Wir wissen alle, wohin es geht" mehr. Erstmals seit fast zwanzig Jahren steht ein gleichzeitiger Wechsel im Amt des bayerischen Ministerpräsidenten und im Parteivorsitz bevor. Das bietet die Chance, sich ganz neu aufzustellen. Wollen gut 160.000 Parteimitglieder das abnicken, was zwei Männer nächtens abgesprochen haben? Oder sind sie so frei, alle Parteifreunde in den Blick zu nehmen, die bereit und fähig sind, Bayern und die CSU in die Zukunft zu führen und durch ihre Delegierten erst auf dem Parteitag die Wahl zu treffen? An Wegscheiden gibt es eine probate Entscheidungshilfe: man nimmt den Weg, der länger einsehbar ist. Den nur kurz einsehbaren bevorzugt, wer nach der nahen Biegung ganz neue Aussichten erhofft. Doch in der Natur ist es wie in den Parteien: danach kann nur kommen, was jetzt schon da ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.07.2007
Eine recht kurze Halbwertszeit prognostiziert Rezensent Peter Fahrenholz dieser Betrachtung der CSU von Georg Paul Hefty. Schon im Herbst, wenn der CSU-Parteitag einen neuen Vorsitzenden gewählt haben wird, wird das Buch seines Erachtens nur noch "antiquarischen Wert" haben. Er liest es vor allem als Appell an die CSU, nicht den Landespolitiker Erwin Huber, sondern den Bundespolitiker Horst Seehofer zum neuen Chef zu wählen, damit die Partei nicht zur Provinzpartei werde. Fahrenholz hält dem Autor dabei einen Denkfehler vor, nämlich die CSU durch die "bundespolitische Brille" zu sehen, wo es für die CSU doch stets am wichtigsten sei, sich die absolute Mehrheit in Bayern zu sichern. Auch sonst findet er in dem Buch neben einigen "originellen" Gedanken zahlreiche Irrtümer und Fehlurteile.
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