Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.06.2001
Großen Respekt zeigt Doris Regina Gothe vor der Arbeit des Generalsekretärs des Deutschen Caritas-Verbandes Georg Cremer. Denn der Autor hat hier ihrer Ansicht nach deutlich aufgezeigt, dass die Korruption in der Dritten Welt - wie so oft beschönigend behauptet wird - keineswegs nutzbringend ist. Von moralischen Fragen abgesehen wird nach Gothe in diesem Buch gezeigt, dass in Ländern, in denen Bestechungsgelder zur Beschleunigung der Bürokratie gezahlt werden (etwa von Managern) besonders "viel Zeit im Kontakt mit der Bürokratie" aufgewendet werden muss. Besonders lobenswert findet es die Rezensentin, dass Cremer offen Missstände aufzeigt und dabei auch vor Hilfsorganisationen nicht halt macht. Interessant scheint ihr außerdem, dass Cremer vorrechnet, wie durch Korruption bisweilen ein Schaden von "100 Prozent" entstehen kann, etwa bei Ausschreibungen von Prestigeprojekten, die womöglich Umsiedlungen erforderlich machen und Umweltschäden verursachen. Und nicht zuletzt lobt Gothe, dass der Autor durchaus auch "etliche brauchbare, praxisnahe Vorschläge zur Einschränkung der Korruption" macht.
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