Herausgegeben von Milos Okuka unter Mitwirkung von Gerald Krenn.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Das Handbuch zur Osterweiterung der Europäischen Union ist die "Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens" nicht. Sie soll am Ende zwanzig Bände umfassen. Jeder davon um die eintausend Seiten. Das ist nichts für Leser. Das ist für Bibliotheken, etwas zum Nachschlagen. Vor mir liegt Band 10. "Lexikon der Sprachen des europäischen Ostens", und schon bin ich verloren. Von "podhalisch" habe ich noch nie etwas gehört und auch auf "moliseslawisch" stoße ich hier das erste Mal, auch "arvanitisch" kenne ich nicht und "wotisch" und "mingrelisch" sind mir ebenfalls neu. Das sind alles Sprachen, die heute gesprochen werden. Daneben informiert der Band natürlich auch über untergegangene Sprachen wie das Päonische, bei dem ich an Eichendorffs "Kaiserkron' und Päonien rot" denke ohne zu wissen, ob es irgendetwas mit dem wohl thrakischen Stamm der Päonen zu tun hat... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2002
Karl-Peter Schwarz würdigt das Lexikon als ein "einzigartiges Projekt". Es hat sich zur Aufgabe gemacht, alle Sprachen Osteuropas zu erfassen und sowohl linguistische wie kulturelle und politische Besonderheiten aufzunehmen, fasst der Rezensent zusammen. Dabei werden, wie Schwarz beeindruckt feststellt, auch Sprachen, die nur noch von sehr wenigen Menschen gesprochen werden, bedacht. Er preist das Lexikon für seinen Detailreichtum und seine Übersichtlichkeit, und er stellt lobend fest, dass, wer sich für Osteuropa interessiert, seine "Freude" daran haben wird.
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