Jörgi will Drachentöter werden. Nicht Schuster, Lokomotivführer oder Schweinebauchhändler, sondern Drachentöter. Deshalb geht er zum großen König in das große Schloss, und bietet ihm seine Dienste an. Nur: Der einzige Drache im ganzen Land ist der König selbst! Was wird der König machen? Wird er ihn einsperren? Wird er ihn ausweisen? Oder engagiert er ihn als Hofnarren? Und wie reagiert der kleine Prinz mit dem Mascherl auf Jörgi, den Drachentöter? Gerhard Haderer und Leo Lukas haben mit "Jörgi, dem Drachentöter" ein ganz besonderes Märchen erfunden: ein Bilderbuch für Kinder und eine politische Parabel für Erwachsene. Ein Bilderbuch, weil die Geschichte märchenhaft gut ausgeht, eine bissige Parabel, weil man Österreichs Innenpolitik der letzten Jahre nicht witziger auf den Punkt bringen kann ?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.12.2000
Das Buch ist bereits ein Bestseller. Und Cathrin Kahlweit weiss auch, warum. Dieses Buch nämlich ist zwei Bücher: Eins für Kinder und eins für Erwachsene. Beide können die Geschichte vom Drachentöter Jörgi auf ihren parabolischen Sinn abklopfen. Während die Kindergeschichte mit König, Hofstaat und -narr aber scheinbar eher konventionell und, wie Kahlweit weiß, mit einer "einfachen Lösung" daherkommt, lässt es sich für die Grossen schon etwas komplizierter an. So ganz leicht sei die Parabel für Erwachsene nämlich nicht zu übersetzen, warnt die Rezensentin. Ob wir nun allerdings von Jörgi Drachentöter bloß auf Haider und seine Spießgesellen oder gleich auf alle Mächtigen der Welt schließen mögen - "ein schrecklich-schräges und schaurig-schönes Kunstwerk", so Kahlweit, sei der illustrierte Band allemal geworden.
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