Ausgewählt und aus dem Ungarischen übersetzt von Hans Skirecki.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.07.2000
Der ungarische Schriftsteller Géza Csáth ist für den Rezensenten, den Essayisten und Literaturwissenschaftler László F. Földényi, ein Geheimtipp. Er repräsentiere einen Gegenpol zum Mainstream der ungarischen Literatur zu Beginn des letzten Jahrhunderts und war lange Zeit aus dem offiziellen Kanon verdrängt. Den Novellen bescheinigt der Rezensent unterschiedliche Qualität, ihre Gemeinsamkeit sei, dass sie Tabus der damaligen Zeit brechen und sich mit psychologischen Abgründen beschäftigen. Anhand der Novellen lässt sich für Földényi der skandalträchtige Lebenslauf des morphiumsüchtigen Schriftstellers, der 32-jährig seine Frau umbrachte, gut nachvollziehen: "Von der Melancholie und vom Ästhetizismus führt der Weg zur Aggression, zur Mordlust und zum Wahnsinn".
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