Kamal erzählt von seinem Leben in Warda, einem Dorf auf der Westbank. Von seiner eigensinnigen Großmutter und ihrem einsamen Picknick unter dem Mandelbaum. Von der Nacht, die sie im Laden des alten Luka zwischen Reis- und Dattelsäcken verbringen müssen, und von der Verhaftung Dschamilas. Ein König müsste er sein. Dann könnte Kamal seinen Traum von Frieden und Versöhnung wahrmachen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.05.2005
Die Herausforderung, den Krieg zum Thema der Kinderliteratur zu machen, löst der in Deutschland lebende palästinensische Autor Ghazi Abdel-Quadir auf eine Weise, die Rezensentin Sieglinde Geisel überzeugt. Der elfjährige Protagonist und Ich-Erzähler erlebt die Tragödien im Westjordanland mit. Selbst wird der Palästinenserjunge zwar nur leicht verletzt, doch was er in Krankenhäusern und auf den Straßen sieht, ist "zermürbend". Der Konflikt wird - so lobt die Kritikerin - so geschildert, dass man die "Triebkraft" des Hasses versteht, noch bevor "ein Schuss gefallen ist". Eine "packende" Geschichte, meint Geisel, die trotz des palästinensischen Blickwinkels niemals ins "Schwarzweiss" verfällt.
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