Das Mädchen zieht mit seinen Eltern in ein anderes Land. So vieles möchte sie mitnehmen. Aber was ist, wenn man nicht alles einpacken kann? Oder kommen die Dinge, die einem zum Liebsten geworden sind, vielleicht doch irgendwie mit?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.11.2018
Jeder Abschied fällt schwer, weiß Rezensentin Regina Riepe - vor allem, wenn man all die Sachen, die man lieb gewonnen hat, zurücklassen muss. Diese Erfahrung macht auch die junge Protagonistin in Sapideh Sarihis laut Riepen einfühlsamer Erzählung über einen Umzug und Neuanfang, lesen wir. Einen kleinen Koffer darf das Mädchen mit ihren wichtigsten Habseligkeiten füllen, doch in einen Koffer passt kein Obstbaum, keine beste Freundin und erst recht nicht das geliebte Meer. Doch die kleine Heldin kommt im letzten Moment doch noch auf eine gute Idee, die den Abschied etwas leichter macht und die Zuversicht auf einen guten Neuanfang stärkt, erklärt Riepe. Zu diesem optimistischen Grundgefühl tragen Julie Völks lebendige und fröhliche Illustrationen wesentlich bei, findet Riepe. Besonders das letzte Bild lässt Raum für jede Menge Hoffnung und vor allem fürs Weiterfabulieren, so die berührte Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.05.2018
Wie es ist, alles hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen, ahnt Rezensentin Manuela Kalbermatten beim Anschauen des Bilderbuchs von Sepideh Sarihi und Julie Völk. Die aus dem Iran stammende Autorin und ihre Illustratorin fangen das Problem des Loslassens laut Rezensentin mit der nötigen Behutsamkeit ein, indem sie Herkunfts- und Zielland der Reise der jungen Protagonistin zwar unbestimmt lassen, die Migrationserfahrung als solche jedoch für den Betrachter ohne politisches Hintergrundwissen nachvollziehbar machen, etwa in fragmentierten Bildern.
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