Mit zahlreichen meist farbigen Abbildungen.Kaum ein Land hat die Fantasie des Abendlandes derart beflügelt wie das sagenumwobene Riesenreich im Osten Asiens. Dieses Buch präsentiert in prachtvoller Aufmachung die Geschichte der Entdeckung Chinas durch den Westen. Komplett mit farbigen Stichen, Gemälden und Landkarten illustriert, lässt es die Faszination der zeitgenössischen Berichte wiederaufleben. Nicht erst seit den legendären Berichten des Marco Polo wussten die Gebildeten im Westen, dass sich in China eine hoch entwickelte Zivilisation befand, die in manchem dem Abendland weit voraus war. Schon vorher hatte es unterschiedlichste Kontakte gegeben. Der römische Kaiser Marc Aurel soll eine Expedition zu dem sagenumwobenen Reich gesandt haben, chinesische Händler reisten nach Arabien und Indien, und Franziskanermönche gelangten bis in die Mongolei. Warum es trotzdem so lange dauerte, bis ein auch nur rudimentäres Wissen von China im Westen Allgemeingut wurde, welche Rolle dabei Moden, Gerüchte und wirtschaftliche Interessen spielten und warum schließlich ein erbitterter Wettlauf um den Einfluss in China entbrannte - das ist eine Geschichte, die mindestens so spannend ist wie das Land selbst.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Es ist ein prächtiger Bildband. Aber er gehört zu den seltenen Exemplaren des Genres Coffee-table-book, die zu lesen sich lohnt. "China - Eine Entdeckungsreise vom Altertum bis ins 20. Jahrhundert" von Gianni Guadalupi schildert nicht nur die Entdeckung und Erforschung Chinas durch die Europäer, sondern ebenso eingehend die Suchbewegungen in der umgekehrten Richtung, also die seltener zur Sprache kommende Entdeckung des Westens durch die Chinesen. In den frühen Kapiteln wissen die einen so wenig von den anderen, wie die anderen von den einen. Es ist aber doch wesentlich mehr, als die Schulbücher uns glauben machen wollen. Schon lange vor Christi Geburt gab es einen mehr oder weniger regelmäßigen Austausch zwischen dem Reich der Mitte und dem Römischen Reich. Es waren keine diplomatischen Beziehungen - allerdings taucht in den chinesischen Quellen zum Beispiel Marc Aurel auf -, sondern solche von Geschäftsleuten, von Geschäftemachern. China kannte Stahl und Seide. Rom hatte wenig zu bieten... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.08.2004
Dass die Entdeckung und Entwicklung Chinas faszinierend ist, steht für den LL. zeichnenden Rezensenten fest, auch wenn er einige Ironie in der Tatsache sieht, dass die Entdecker Chinas weniger zivilisiert waren als die entdeckten Chinesen. Überraschend ist für ihn jedoch, dass ein Band über China in der Flut von Büchern zum Thema noch so herauszustechen vermag wie der Bild- und Textband von Gianni Guadalupi, der selbst eine "faszinierende Entdeckungsreise zu den Entdeckungsreisen" darstelle. Der Leser profitiere in diesem Fall nicht nur von den äußerst informativen und zugleich kritischen Texten, sondern insbesondere auch von der Fülle an zeitgenössischem Bildmaterial, das einen anschaulichen Rahmen bilde.
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