Die Romane, Erzählungen und Essays des englischen Schriftstellers und Humoristen Gilbert Keith Chesterton bieten wegen ihrer Sprachkunst und ihres scharfen Witzes ein ganz außergewöhnliches Lesevergnügen. Der Schöpfer der unvergessenen Geschichten über Pater Brown behandelte schon vor hundert Jahren mit spitzer Feder Themen, die auch heute noch unverändert aktuell sind: die Gefahren der Gentechnik, der Globalisierung und der hemmungslosen Ausbeutung der Natur, die Illusionen des Fortschritts und der Schwindel der Esoterik, Anfragen an Bioethik, Politik und Wirtschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.03.2006
Chesterton lesen, heiße, Sprache lesen und genießen, bekennt Rezensent Elmar Schenkel. Gisbert Kranz habe sein Chesterton-Porträt mit Zitaten aus dem Gesamtwerk ausgestattet und "kenntnisreich kommentiert". Allesamt trügen sie die Markenzeichen des Meisters: "Schock und Komik". Als eingefleischter Nonkonformist und mentaler Schwerenöter schlage Chesterton aus jedem seiner Themenbereiche - "Gesellschaft, Wissenschaft, Politik, Globalisierung, Moral und Glaube" - provozierende Funken. Der Rezensent weist dezent darauf hin, dass es neben dem von Gisbert Kranz präsentierten "Verspotter von Okkultismus", dem Imperialismus- sowie Totalitarismuskritiker, dem Propheten der Globalisierungseffekte, kurz, dass es neben dem "Menschenfreund" Chesterton auch einen "dunkleren", "antijüdischen und antifeministischen" "Kreuzfahrer" namens Chesterton gegeben habe. Bei der Frage nach dem Prophetentum Chestertons, wie es von Kranz herausgestellt werde, plädiert der Rezensent für einen derart ungleichzeitigen Zeitgenossen, dass er die gegenwärtigen "blinden Flecken" einer Gesellschaft zu sehen vermochte.
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