Drei Wochen nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges beschloss das Heereswaffenamt (HWA), unter Einbeziehung einer großen Anzahl renommierter Kernphysiker, die Entdeckung der Urankern-Spaltung umfassend auf ihre militärische Nutzbarkeit zu untersuchen. Eine der zahlreichen dafür tätigen Arbeitsgruppen stand unter der Leitung von Dr. Kurt Diebner, Referatsleiter "Kernphysik" in der Forschungsabteilung des HWA. Zusammen mit seinen Mitarbeitern arbeitete er in der Versuchsstelle Gottow, auf dem Heeresversuchsplatz Kummersdorf. Sein Ziel war es, eine Versuchsanlage zu schaffen, die eine kontrollierte Urankern-Spaltung ermöglichte, die "Uranmaschine". Mit relativ einfachen Mitteln wurden mehrere Großversuche durchgeführt, die allerdings nicht zu einer "laufenden" Uranmaschine führten. Schließlich erfolgte 1944, kriegsbedingt, die Verlagerung aus Kummersdorf nach Stadtilm, wo weiter experimentiert werden sollte. Im Frühjahr 1945 flüchtete die Gruppe vor den heranrückenden US-Verbänden nach Bayern, wo sie in die Hände der Alliierten geriet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2016
Warum bespricht die FAZ solche Bücher? Der Band des Hobbyhistorikers Günter Nagel ist für Rainer F. Schmidt nicht mehr als ein Ärgernis. Keine Einordnung in die historische Forschung, keine Leitfrage, kein wissenschaftlicher Anspruch. Die bloße Recherche in Moskauer Archiven und das unverbundene, kleinteilige Aneinanderreihen von Dokumenten, Erinnerungen und Interviews zu den Geheimdienstoperationen "Alsos" und "Enormos" ergibt für Schmidt noch längst keine lesenswerte Studie. Warum die Deutschen die A-Bombe nicht bauen und einsetzen konnten, erfährt Schmidt eher bei Rainer Karlsch, laut Rezensent der beste Kenner des Urankomplexes.
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