Was haben uns Klassiker der Weltliteratur - deutsche und andere - heute noch zu sagen? Was lässt sich aus der Lektüre für die heutige Gesellschaft und die Zukunft lernen? Günter Scholdt hat über 30 Klassiker nochmals gelesen und den Blick auf den Aktualitätsgehalt für unsere heutige krisengeschüttelte Zeit gerichtet.
Rezensent Roy Lehmann stöhnt auf angesichts dieses Buchs, das für ihn eine "neurechte Deutung" des Weltliteraturkanons darstellt. Eines kann Lehmann dem umfangreichen Werk des emeritierten Germanisten Günter Scholdt abgewinnen: Es liefere Anschauungsmaterial dazu, wo Kritik aufhöre, in angemessenem Maße konservativ zu sein, und anfange, zu rechtsradikaler Verblendung zu werden. Viele der dargebotenen Lektüren erweisen sich laut Lehmann nämlich als nahezu paranoid. Ansonsten hält das Buch für den Rezensenten nur die "bekannten Topoi rechter Untergangsrhetorik" bereit.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…