Hans-Joachim Gelberg (Hg.)

Großer Ozean

Gedichte für alle
Cover: Großer Ozean
Beltz und Gelberg Verlag, Weinheim 2000
ISBN 9783407798183
Gebunden, 264 Seiten, 18,41 EUR

Klappentext

Mit Bildern, Fotos und Illustrationen. Ein Buch der besonderen Art - man kann darin blättern oder nach dem Prinzip der Flaschenpost verfahren: lesen, was man zufällig findet. Natürlich brauchen Kinder, bevor sie sich mit Gedichten befassen, die Vorliebe der Erwachsenen. Dafür sind Sammlungen, Anthologien jeder Art gut. Je größer der Überblick, umso besser. Die Anthologie "Großer Ozean" bietet einen breitgesteckten Überblick über neue, aber auch ältere Kindergedichte. Mehr als 350 Gedichte von über 160 Dichterinnen und Dichtern werden vorgestellt. Darunter sind auch Texte der modernen Lyrik und ein Streifzug durch die Weltpoesie, die bislang kaum für Kinder genutzt wurde. Ein ausführliches Nachwort erläutert diesen Zusammenhang.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.03.2001

Nach Christina Thurner sollte sich der Leser von der "lyrischen Flut", die einem beim Aufschlagen des Buchs entgegenwogt, nicht abschrecken lassen. Stattdessen empfiehlt sie die vom Herausgeber im Klappentext selbst vorgeschlagene Flaschenpost-Strategie: "lesen, was man zufällig findet". Dass bei dieser Anthologie nach Thurner keine klare Ordnung zu erkennen ist, ist für sie daher kein Makel. Die Qualitäten des Buchs überwiegen nach Ansicht der Rezensentin eindeutig: So lobt sie das "große Spektrum" der Anthologie, sowohl was die Autoren und Themen betrifft (von Brecht bis Christine Nöstlinger, von Liebe bis Umweltverschmutzung), sondern auch die Formen. So gebe es neben bekannten Reimen auch Rätsel, Aphorismen, Haikus oder auch Sprachspiele, und auch die Stimmungen, die die Gedichte auslösen, sind - wie Thurner begeistert anmerkt - äußerst unterschiedlich. So gebe es Gedichte, die zum Lachen anregen, die traurig sind oder nachdenklich machen - und zwar nicht nur Kinder, "sondern auch Erwachsene".

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.12.2000

Noch ein Buch der Superlative. Das schönste, bunteste, besinnlichste Buch des Jahres "mit lyrischen Entdeckungen und feinsinnigen Gedanken" hat Klaus Doderer "unter uns großen und kleinen Kindern" aufhorchen lassen. Einen "subtilen Umgang" mit jeder Seite empfiehlt er uns - und "Vorsicht, "dass den Augen nichts von den vielen Illustrationen entgeht!" Abbildungen gibt es also die Fülle, "surreal, scherzhaft oder ernst gemeint", alt und neu; und die Texte nennt Doderer "handverlesen" und voller Kostbarkeiten. Dass die Auswahl im Schlussessay begründet und dem Herausgeber damit am Ende auch noch eine Poetik jenseits "von kühler philologischer Gelehrsamkeit" gelingt, macht den Ozean voll.

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