Kein Genre im Fernsehen ist so beliebt wie Talkshows. Doch was wir heute als Dauerreden am Nachmittag wahrnehmen, hat eine lange Geschichte. Harald Keller zeichnet sie nach: von den amerikanischen Vorbildern über die Gesprächssendungen im NS-Rundfunk, die Klassiker aus der Anfangszeit der Bundesrepublik bis hin zu den Shows von heute. Anhand umfangreicher Recherchen in viele Archiven ist ein unterhaltsames, faktenreiches Stück Kulturgeschichte entstanden und ein Einblick in die deutsche Fernsehmentalität.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.07.2009
Fernsehfritzen-Lektüre empfiehlt Tilmann P. Gangloff. Harald Kellers Geschichte der Talkshow taugt allerdings nicht nur zur Selbsttherapie mutloser Programmchefs. Die profunden Kenntnisse des Medienwissenschaftlers erhellen überaus erschöpfend ein ganzes TV-Genre, staunt der Rezensent. Dabei geht es, wie Gangloff erkennt, vor allem um eine Entwicklungsgeschichte des Laberfernsehens, um zeittypische Vorläufer und Funktionsweisen, illustriert anhand von Kritiken und Leserbriefen. Ein Hauptgewinn, findet Gangloff, der außer einer etwas eingehenderen Beschäftigung mit dem DDR-Talk in diesem Band eigentlich nichts vermisst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.06.2009
Rezensent Ernst Horst scheint zufrieden mit Harald Kellers Geschichte der Talkshow im deutschen Fernsehen. So wie offenbar der Autor erzählt auch der Rezensent ausführlich die Entwicklung des Formats von den Anfängen bis heute nach. Unklar bleibt, welche neuen Erkenntnisse Horst aus dem Buch gezogen hat. Er hebt hervor, dass Keller ausgewählte Sendungen detailliert beschreibt. Besonders gefallen haben ihm auch die "liebevoll" ausgewählten Fotos, von denen er sich allerdings mehr gewünscht hätte. Die Lektüre des Bandes scheint ihm "anregender als die meisten heutigen Sendungen".
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