Italien im Jahre 23 v. Chr. Die Eltern des 15-jährigen Marius haben ihr Landgut an einen reichen, unbarmherzigen Römer verloren und nun bleibt ihnen nur eines: sich in die Hauptstadt aufzumachen, um dort das tägliche Brot zu verdienen. Das Leben in den Elendsvierteln von Rom ist für die Familie alles andere als einfach. Ohne die Hilfe ihres alten griechischen Sklaven Alexios, der immer irgendeinen Weg findet, an Geld oder Nahrungsmittel zu kommen, würden Marius und seine Eltern kaum überleben können - und daneben aalen sich die einflussreichen Bürger Roms in Wohlstand und Luxus! Aufgebracht schwört sich Marius, es den reichen Patriziern zu zeigen, und verlegt sich auf Diebstähle und Betrügereien. Als Alexios ihn auf frischer Tat ertappt, versucht er vergeblich seinen jungen Herrn umzustimmen. Und da geschieht das Unerwartete: Alexios eröffnet dem verblüfften Jungen, dass er selbst in seiner Jugend ein berüchtigter Einbrecher war und bietet Marius an, ihn zum Meisterdieb auszubilden. Und so wird aus dem Plebejerjungen allmählich der geheimnisvolle und gefährliche "Dieb von Rom", dessen tollkühne nächtliche Streifzüge in der ganzen Stadt für Gesprächsstoff sorgen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.03.2005
Dem Rezensenten Florian Welle gefällt, wie der "versierte" Autor Harald Parigger eine immer aktuelle Thematik - "soziale Ungerechtigkeit ? der Gegensatz von reich und arm, frei und unfrei, und die Frage, ob und mit welchen Mitteln man sich zur Wehr setzen darf" - in einem historischen Kontext, nämlich vermittelt durch das Leben eines jungen Diebes im antiken Rom, überzeugend darstellt. Die Geschichte ist nach Welles Meinung "ebenso rasant wie amüsant und intelligent" erzählt. Auch Pariggers Schilderungen der antiken Stadt findet der Rezensent "anschaulich" und "facettenreich". Und mit dem rebellischen, hitzköpfigen Teenager Marius gibt es seiner Meinung nach außerdem noch einen überzeugenden Protagonisten.
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