Liebesgedichte? Nein. Hier geht es tatsächlich nur um das Eine, heimliches Thema Nummer eins der Gedichteschreiber von den frühen Zeiten bis heute. "Laß den liebes-lüsten freyen zügel" steht als Motto über diesem Bändchen, das auf dem Nachtkästchen jedes literarisch gebildeten Erotomanen liegen sollte ? denn eine kleine Lesung daraus ist die kultivierte Alternative zur profanen Zigarette danach.
Franz Schuh denkt zunächst darüber nach, wieso sich Verliebt so häufig lyrisch ausdrücken. Die Antwort gebe vielleicht Musil, der behauptet hat, die "Liebe sei das am meisten geschwätzige Gefühl, ja, sie bestünde überhaupt nur aus diesem Geschwätz". Daraus folgert Schuh, dass die Liebe eigentlich kein Gefühl sei, sondern ein "Kommunikationscode" mit klaren Regeln, etwa den lyrischen. Diese Erkenntnis sieht Schuh im vorliegenden Band sowohl bestätigt, wie auch "relativiert". So habe Heinrich Heine den Frauenkörper gar mit einem Gedicht gleichgesetzt: `Des Weibes Leib ist ein Gedicht`, war seine Devise. Doch Kommunikationscode hin oder her: Der Leser dieses Bandes gerät in ein "erotisches Nachsinnen", befindet Schuh. Man könne durchaus den Eindruck erhalten, "es gibt sie, die Erotik". Und so empfiehlt der dieses Buch gerne als Geschenk, insbesondere für jemanden, von dem man weiß, dass er "etwas will".
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