Ein Vergleich der Entwicklung von Religiösität, Frömmigkeit und Spiritualität in der Alten und der Neuen Welt. Sind die Wandlungen von Kirche, Religion und Frömmigkeitsverhalten in West-Europa und Amerika Bestandteile eines umfassenden Modernisierungsprozesses? Oder sind nicht doch seit dem 17./18. Jahrhundert im Bereich religiöser Bindung und Organisation deutliche Differenzen zu konstatieren, die auch für das 19. und für das 20. Jahrhundert kennzeichnend sind?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.02.2007
Das Buch möchte Alexandra Kemmerer jedem Religions- und Politikinteressierten in die Manteltasche schmuggeln. So richtig schmackhaft macht sie uns die von Hartmut Lehmann zusammengestellten Beiträge allerdings nicht. Die Fronten zwischen den transatlantische Differenzen auf dem Gebiet der Religion betonenden Texten einerseits und den derartige Unterschiede bestreitenden andererseits werden in der Besprechung nicht sehr deutlich. Dass der Band auch jenseits evangelikaler Strömungen Verbindungen eröffnet, wie Kemmerer erklärt, illustriert uns die Rezensentin allerdings einleuchtend am Beispiel eines Textes von Hartmut Lehmann. Dessen Einschätzung der Säkularisierung als eines episodischen Phänomens lässt Kemmerer an Olivier Roys Thesen von einem ortlosen Islam denken.
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