Mit dem vorliegenden Band findet das auf fünf Bände angelegte Bischofslexikon seinen Abschluss. Seit 1978 erarbeitete der Kirchenhistoriker und Rektor des Campo Santo Teutonico im Vatikan Erwin Gatz zusammen mit über 100 Fachleuten ein biografisches Lexikon, das in fünf Bänden Lebensbilder aller Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich von Metz, Toul und Verdun im Westen bis Riga im Osten bzw. seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Südtirol darstellt. Der nun fertiggestellte Band enthält für den Zeitraum von 1945 bis 2001 die Lebensbilder bzw. Biogramme der im deutschsprachigen Mitteleuropa, d. h. in Deutschland, Luxemburg, Österreich, der Schweiz und in Südtirol wirkenden geistlichen Führungsschicht. Dabei sind die verstorbenen und die emeritierten Diözesanbischöfe mit Lebensbildern, die amtierenden Diözesanbischöfe, die Weihbischöfe und Generalvikare mit Biogrammen vertreten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2003
Daniel Deckers stellt uns das ehrgeizige Projekt des Kirchenhistorikers Erwin Gatz vor: den Abschlussband des auf fünf Bände angelegten Lexikons mit Lebensbildern aller deutschsprachigen Diözesanbischöfe vom Hochmittelalter bis heute. Der Rezensent rühmt dieses "höchst praktische und lehrreiche Unterfangen" ob seiner synthetisierenden Wirkung: "Annähernd 550 Lebensbilder der Diözesanbischöfe, ihrer Weihbischöfe und ihrer Generalvikare, die seit 1945 im deutschsprachigen Mitteleuropa gewirkt haben, vereinen sich zu einem Panorama kirchlicher Zeitgeschichte, das von keinem Kompendium oder Handbuch überboten wird". Begeistert ist Deckers nicht nur von einigen Porträts, die zu "kleinen" Meisterwerken geraten sind, sondern auch von den synchronen Betrachtungen, darunter aller Bischöfe, die zur Zeit des Nationalsozialismus Verantwortung trugen. Anhand dieses vielschichtigen Bildes konnte der Rezensent feststellen, dass von "der" katholischen Kirche in dieser Zeit keine Rede sein kann.
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