Seit George W. Bush im Weißen Haus regiert, hat die Frage nach dem Verhältnis von Politik und Religion in den USA neue Aktualität gewonnen. Der Präsident verwendet nicht nur gern und oft religiöse Chiffren, wie z.B. die "Achse des Bösen", er betrachtet auch die Mission seines Landes nach dem 11. September als einen Amerika von Gott erteilten Auftrag. Wie aber kommt es, dass ausgerechnet im freiheitlichsten Land der Erde die Religion noch eine so große politische Rolle spielt? Welche Kräfte betreiben den Prozess der fundamentalistischen Renaissance in der Politik? Und wie stark ist die amerikanische Gesellschaft insgesamt von religiösen Faktoren bestimmt? Dieses Buch bietet eine Einführung in eines der am meisten unterschätzten Phänomene der amerikanischen Politik.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.01.2004
Von dieser Studie, die das Verhältnis von Religion und Politik in Amerika untersucht und sich dabei auf die Entstehungszeit der USA einerseits, auf die Gegenwart andererseits konzentriert, ist Hartmut Lehmann äußerst angetan. Zustimmend referiert der Rezensent die These des Autors Rainer Prätorius, dass bereits zur Anfangszeit der USA "wesentliche, religiöse Vorstellungen ausformuliert" waren, die bis heute prägend sind. Des weiteren findet Lehmann den "religiösen Pluralismus" des heutigen Amerika sehr überzeugend und "eindringlich" dargestellt. Nachdrücklich lobt der Rezensent die sorgfältige und eingehende Berücksichtigung der Forschungsliteratur in dieser Studie, was, wie er betont, nicht "selbstverständlich" ist. Zudem findet er es außerordentlich verdienstvoll, dass der Autor sich stets um die Übersetzung amerikanischer Fachtermini bemüht hat und dabei auch nicht direkt ins Deutsche übertragbare Begriffe "erfolgreich" verständlich machen kann. Abschließend lässt er den frommen Wunsch hören, jemand möge eine "ähnlich kluge Studie" wie die vorliegende über das europäische Verhältnis von Religion und Politik schreiben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.10.2003
Christoph Albrecht sieht mit dieser Studie zum Verhältnis von Religion und Politik in Amerika überzeugend die Eigenheiten und Besonderheiten der amerikanischen Religiosität erklärt. Der Autor unterscheidet zwischen der Mitgliedschaft zu einer Konfessionsgemeinschaft und einer "überkonfessionellen, religiösen Grundhaltung", erklärt der Rezensent. Prätorius macht in seinem Buch sowohl den "erstaunlichen Voluntarismus" im religiösen Leben der Amerikaner deutlich, als auch die besondere "Rhetorik der "Auserwähltheit"", die hierzulande verstört, in Amerika aber lediglich dem Gefühl der "Einzigartigkeit" Ausdruck verleiht, lobt der Rezensent.
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