Mit ca. 100 Abbildungen, 22 Tafeln und 1 farbigen Faltkarte. Der Band 2 der "Geschichte der Insel Zypern" beschäftigt sich mit dem Kampf der Zyprioten um den Anschluss an Griechenland (Enosis). Er beginnt mit dem inoffiziellen Plebiszit von 1950 und endet mit den Züricher und Londoner Verträgen 1959, beschreibt also den Weg Zyperns von der britischen Kolonie zur garantierten Unabhängigkeit des neuen Staates. Die Darstellung verfolgt die inneren Entwicklungen Zyperns und verbindet diese mit den größeren Entwicklungen in Athen, Ankara, London, Paris (NATO), Washington und New York (UNO). Das Buch ist zugleich ein Beitrag zur Geschichte der Entkolonialisierung, die allerdings in Zypern völlig anders verlief als in allen anderen ehemaligen Kolonien. In Zypern war die Befreiungsbewegung EOKA unter Oberst Grivas rechts orientiert und sie strebte nicht nach Unabhängigkeit sondern nach Anschluß an einen anderen Staat (Griechenland). Die Darstellung zeigt, wie die Kolonialmacht zunächst jede Aufgabe Zyperns radikal ablehnte (Hopkinsons "Never") und versuchte, die griechischen Ambitionen (Enosis) durch türkische Forderungen (Rückgabe Zyperns, Teilung) zu neutralisieren, und wie sich daraus ein internationaler Konflikt entwickelte, der bis in die Gegenwart fortwirkt. Dieses Buch liefert den historischen Hintergrund für das Scheitern des Annan-Plans und erklärt, warum sich die Türkei mit der Anerkennung Zyperns so schwer tut. (Nachtrag vom 8.10.2008: Dieses Buch wird jetzt mit der neuen ISBN 978-3941336315 vom Rutzen Verlag vertrieben.)
Ein Standardwerk erblickt Klaus Hillenbrand in Heinz A. Richters politischer Geschichte Zyperns, von der bislang zwei Bände erschienen sind. Wie er berichtet, befasst sich der Griechenland-Spezialist im ersten Band mit der britischen Okkupation im Jahre 1878 bis 1949, im zweiten mit der Zeit des antikolonialen Befreiungskampfs durch eine konservative Guerillatruppe bis zur Unabhängigkeit der Insel 1960. Gerade hier findet Hillenbrand viele erhellende Hinweise, die den heutigen Streit der Zyprioten über eine Vereinigung der Insel erklären. Eine Schlüsselrolle sieht er dabei beim heutigen Staatspräsident Tassos Papadopoulos, der in den 1950er Jahren bei der illegalen Gruppe PEKA gegen Briten, Türken und Linke agitierte. Respekt zollt Hildebrand den arbeitsintensiven Recherchen Richters, der bisher unbeachtete Quellen herangezogen und damit neue Aspekte eröffnet habe.
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