Susanne Messmer bespricht zwei Biografien der Sängerin Janis Joplin, wobei sie bedauernd feststellt, dass die Frage, warum ihre Musik trotz ihrer enormen Berühmtheit keine Nachfolger gefunden hat, in keinem der Bücher näher beleuchtet wird.
1.) Alice Echols: "Janis Joplin. Piece of My Heart"
Die Rezensentin lobt die kalifornische Historikerin für ihre "sorgfältige Recherche" und findet besonders die Passagen des Buches besonders "aufschlussreich", die sich mit dem "Umfeld" beschäftigen, in dem Joplins Platten entstanden sind. Allerdings "verzettelt" sich die Autorin in ihren Bemühungen um eine vielschichtige Darstellung häufig und macht so das Zurückblättern nötig, um die vielen genannten Personen der Biografie einordnen zu können, klagt Messmer.
2.) Heinz Geuen: "Hemmungslos das Leben spüren. Janis Joplin"
Diese Biografie wird von der Rezensentin kürzer behandelt und schärfer kritisiert. Sie tadelt den Autor für seine "gestelzten" Formulierungen und findet, dass vieles zu knapp ausgeführt wird, um ein tieferes Verständnis zu erreichen. Lobend erwähnt sie jedoch die "wohltuende Distanz" die sich aus der Perspektive des europäischen Außenstehenden auf die amerikanische Sängerin ergibt. Es gefällt ihr auch, dass der Autor die politischen Hintergründe benennt, in der die Musik entstanden ist, auch wenn Politik in Joplins Leben "keine Rolle spielte".
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