Es ist 1985. Du lebst in Ost-Berlin, in der DDR. Und du hast eine Masse Ärger am Hals, weil du mal wieder deine Klappe zu weit aufgerissen hast. Vermutlich stecken sie dich ins Erziehungsheim. Und das wird deine Oma niemals überleben.Und dann auf einmal diese einmalige Chance zur Flucht in den Westen. Blöd nur, dass du dafür einen Jungen kidnappen musst, der nun mal genauso aussieht wie du. Aber der ist ein Wessi, und was haben die schon zu befürchten. Oder? ODER?? Als die Mauer noch stand. Ein Doppelgänger-Krimi über eine waghalsige Flucht von Ost- nach Westberlin.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2019
Rezensentin Ramona Lenz empfiehlt Helen Endemanns Politthriller für Kinder ab 12. Die atemberaubende, aus doppelter Perspektive erzählte Geschichte um einen Jungen aus dem Westen, der 1985 bei einem Besuch in der DDR von seinem Doppelgänger gekidnappt wird und unfreiwillig dessen trostloses Leben in einem Jugendwerkhof "übernimmt", während der andere im Westen seine geflohene Mutter sucht, überzeugt Lenz mit Spannung und historischen Details. Themen wie Schuld, Rache und der Umgang mit einem repressiven System werden von Endemann kind- bzw. jugendgerecht behandelt, findet Lenz.
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