Was ist ein "Cäsar"? Was versteht man unter "Gartenzaunverschlüssselung"? Und was unter einer "Fleißner-Schablone"? Geheimschriftenexperten wüssten auf diese Fragen sofort Antworten - und wer wäre nicht gerne Geheimschriftenexperte?! Für Geheimnisse - kleine oder große, peinliche oder süße - braucht man eben Datenschutz. In diesem Buch steht wie man die verschiedensten Geheimschriften entwickelt und was für ein spannendes Puzzle es sein kann, verschlüsselte Botschaften zu entziffern.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.12.2002
Helmut Hornung hat es erwischt. Er möchte Rudolf Kippenhahns "höchst vergnüglichen Streifzug" durch die Welt der Verschlüsselungen, Codes und Zahlenrätsel nicht mehr so schnell aus der Hand legen. Kippenhahn geht in seinem "Lese- und Mitmachbuch" auf die Geschichte der Verschlüsselung ein und stellt Dutzende von Möglichkeiten vor, Geschriebenes für Unbefugte unleserlich zu machen. Besonders angetan haben es dem Rezensenten die praktischen Vorschläge, etwa die Anleitung zum Bau einer eigenen Codierungstabelle oder das im Buch enthaltene Verschlüsselungsset, mit dem das Codieren eigener Nachrichten ganz "professionell" vonstatten geht, wie Hornung (aus eigener Erfahrung?) berichtet.
Der Rezensent Urs Willmann gerät ins Schwärmen und Spielen, denn der Autor Rolf Kippenhahn liefert in dem neuesten Buch der Rowohlt-Reihe 'science & fun' nicht nur einen "kleinen Geschichtsführer" durch die Techniken des Verschlüsselns sondern fungiert selbst als "geschickter, hilfreicher Komplize", wenn es um die Auswahl der Hilfsmittel geht. Taschenlampe, Flagge, die Braille-Schrift: das seien Klassiker. Er rate jedoch den Kindern zu Zitronensaft, Milch, Zwiebeln oder Spucke - für die unsichtbare Schrift. Auch Zahlencodes, und Wahrscheinlichkeitsrechnung verhindern nicht, dass Kippenhahn für scheinbar Unmögliches Lösungen parat hat, staunt der Rezensent. Einziger Wermutstropfen: die Bastelbögen von Antje Stemm müssen aus dem Buch geschnitten werden, "barbarisch" findet der Buchfreund Willmann.
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