Mit farbigen Illustrationen von Peter Volpert. Dietrich Grönemeyer, einer der renommiertesten Ärzte Deutschlands und Vater der Mikrotherapie, plädiert stets für eine "liebevolle Medizin", eine Verbindung zwischen High-Tech-Verfahren und Naturheilkunde. Mit diesem Buch wendet er sich an junge Menschen, macht sie mit den Vorgängen und Geheimnissen ihres eigenen Körpers vertraut und zeigt, was man selber tun kann, um gesund zu leben und sich die Errungenschaften der Medizin aktiv zunutze zu machen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.02.2006
Leicht spöttisch nimmt Rezensent Gangolf Seitz den "kleinen Medicus" aufs Korn. Der kleine Medicus ist der kleine Nano, der, auf eine Winzigkeit verkleinert, eine Reise durch den menschlichen Körper antrete. Autor Dietrich Grönemeyer wolle Jugendlichen nicht nur Kenntnisse von Anatomie und Medizin vermitteln. Er habe auch ein "pädagogisches Anliegen": Der Autor preist naturkundliche und ayurvedische Medizin, die Bösen sind immer die Raucher, so Seitz. Seinem Anspruch, ein medizinisches Nachschlagewerk zu sein, wird das Buch offenbar nicht gerecht, der Rezensent bemängelt ein lückenhaftes Register, dem "die Buchstaben E, F, P und T vollständig fehlen". Ungläubig registriert er auch, dass der Unterleib in diesem Buch praktisch ausgespart ist, obwohl dieses Thema die jugendliche Zielgruppe nach Einschätzung des Rezensenten wohl am meisten interessiert.
Dietrich Grönemeyers "Der kleine Medicus" ist Science-Fiction, Krimi, Familienstory und Nachschlagewerk in einem. Die Geschichte lässt staunen und vermittelt mit einem "wohligen Gruseln" ihre medizinischen Informationen, freut sich Rezensent Friedemann Bedürftig. Durch einen unglücklichen Zufall schrumpft Nanolino in Nano-Format und gerät in einem Minitauchbot in den menschlichen Organismus. "Die Leser merken gar nicht, "mit welcher Leichtigkeit sie unterwegs Anatomie und Biochemie lernen", begeistert sich Bedürftig. Neben dem Schurken Professor Schlotter, der die Herrschaft über die Menschheit gewinnen will, lernt man zudem einiges über Anatomie, Biochemie und sogar über Kräuter und die alte Hausapotheke kennen. Die bunten Illustrationen von Peter Volpert mischen sich mit wissenschaftlichen Fotos und Textkästen zu einem kompakten Nachschlagewerk.
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