Aus dem Englischen von Anne Spielmann. Jessamy Harrison ist ein sensibles und phantasievolles Mädchen. Als Tochter eines englischen Vaters und einer nigerianischen Mutter wächst sie zwischen zwei Kulturen auf und fühlt sich einsam und nirgends zugehörig. Bei ihrer ersten Reise nach Nigeria lernt sie die mütterliche Großfamilie kennen und trifft in einer verlassenen Hütte TillyTilly, ein Mädchen ihres Alters. Es scheint, als ob Jessamy endlich eine Freundin gefunden hat. Aber es gibt ein Geheimnis um TillyTilly: Warum kann niemand außer Jessamy sie sehen, und ist sie tatsächlich so harmlos, wie sie wirkt?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.08.2005
Staunen und Bewunderung erntet Oyeyemis Roman bei Rezensentin Klara Obermüller. Der Autorin gelingen gleich zwei Kunststücke: Zum einen schreibe sie aus der Perspektive eines 8-jährigen Mädchens, und obendrein sei dieses Mädchen auf nahezu pathologische Weise absonderlich. Das könne eigentlich nicht gut gehen, aber die junge Autorin, so Obermüller, sei "auf geheimnisvolle Weise unbekümmert und routiniert" zugleich. Wie ihre kleine Heldin Jessamy sei auch sie zwischen Nigeria und England aufgewachsen. Das Geheimnis oder die Kunst von Oyeyemi, so Obermüller, bestehe im Weglassen aller (Erwachsenen-) "Reflexionen", in einem bilderreichen Erzählen, das keine Grenzen markiere zwischen "Traum, Magie und Realität", zwischen "außen und innen". Eines Tages erfahre die kleine Jessamy, so die Rezensentin, dass sie eine Zwillingsschwester hatte, die bei der Geburt gestorben sei, und erkennt den Grund ihres Gefühls der Unvollkommenheit, "halb-so-halb-so" zu sein. Der Roman als "sprachlich kompromisslose" Darstellung dieses Gefühls, reibt sich die Rezensentin staunend die Augen, schenke dem Leser eine "höchst befremdliche Erfahrung".
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