Helge Schneider bringt den lauwarmen Hauch des Familiendramas in unsere Lesestuben zurück. Robert Forks "Eine Liebe im Sechsachteltakt" versucht uns mit den neuzeitlichen Mitteln des multiperspektivischen Erzählens ein Bild der klassischen englischen Gartenlandschaften und ihrer Menschen zu vermitteln. Unter Verzicht auf spektakuläre Handlung konzentriert sich Robert Fork ganz auf die seelischen Innenwelten seiner Protagonisten, auch wenn diese düster und stumpf sind.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.03.2008
Soviel steht fest: Helge-Schneider-Fan ist Burkhard Müller nicht. Sonst wäre er nachsichtiger umgegangen mit diesem Roman. Dass Helge Schneiders "deadpan"-Gesicht zwischen Buchdeckeln nicht funktioniert, ist Müller klargeworden. Aber welcher Schneider-Verehrer hätte allen Ernstes nach einem Plot Ausschau gehalten, wie Müller es tut, hätte auf Konsistenz geschielt, den Text als Tatort-Parodie verstanden und enttäuscht festgestellt: "Vom Skurrilen zum Faden" ist es bei dieser Ballade vom Trinker Kollendorf nicht weit?
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