Immer wieder hat sich Helmut Schmidt mit dem Verhältnis von Religion und Politik beschäftigt. Seine wichtigsten Beiträge zu dieser hochaktuellen Frage hat er für das vorliegende Buch zusammengestellt und durch ein abschließendes Kapitel ergänzt. In jeder Zeile wird deutlich: Schmidt sorgt sich um die Gefährdung des Weltfriedens durch den um sich greifenden Missbrauch der Religion für politische Zwecke. Eindringlich appelliert er an die Führer der Weltreligionen, ihrer Verantwortung für den Frieden gerecht zu werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.05.2011
Einen "Rat der Alten" wünscht sich Theo Waigel. Der Autor des Buches, Altkanzler Helmut Schmidt, inmitten von Philosophen und Theologen. Und dann sollte man auf die Herren hören, findet er. Was Schmidt für sein gefühltes tausendstes Buch zusammengetragen hat, erfreut Waigel. Die Rückblicke, Diskussionsbeiträge und zeitnahen Betrachtungen Schmidts erzählen ihm von der kritischen Distanz bei gleichzeitiger Zugehörigkeit eines Menschen zum Christentum. Schmidts Vorstellung von einem Glauben, dem der Verstand, und einem Verstand, dem der Glauben zu Hilfe kommt, leuchtet ihm ein. Schließlich erscheint ihm das Eingeständnis der eigenen Unvollkommenheit bei diesem Autor ganz besonders bemerkenswert.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…