Als Eva von ihrem Mann verlassen wird, erwacht sie aus ihrem Dornröschenschlaf, ohne je eine Prinzessin gewesen zu sein. Mit ihren dreißig Kilo Übergewicht kämpft sie sich aus dem Sessel und tut zum ersten Mal im Leben etwas nur für sich.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.08.2006
Die Gründe, die Sandra Kerschbaumer letztlich gelten lässt, Hera Linds Hausfrauen-Roman über Leid, Therapie und neues Glück in die Hand zu nehmen, sind eher bescheiden. In Sachen Humor, Ästhetik und Figurenkonzeption sollte der Leser lieber nicht zu viel erwarten. Als gewisse Vorzüge nennt die Rezensentin dagegen: handwerkliche Solidität, Heiter- und Kurzweiligkeit und einen quasi therapeutischen Effekt, den diese Prosa bewirken kann. Ein kritisches Bewusstsein wünscht Kerschbaumer dem Leser und der Leserin allerdings schon. Die ein oder andere im Buch auftauchende "nicht unproblematische Rollenerwartung" könnte andernfalls übersehen werden.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…