Zu ihrem 50jährigen Bestehen erscheint ein Band mit Dokumenten zur wechselvollen Geschichte der Akademie. Er enthält eine Chronik der wichtigsten Ereignisse (Informationen zu den Tagungen, Veränderungen im Präsidium, Zuwahlen neuer Mitglieder, interne Auseinandersetzungen, Pläne usw.) sowie zahlreiche Dokumente, die diese Geschichte illustrieren. Der Anhang enthält Daten zu allen Mitgliedern (von 1949 bis heute), ergänzt durch die vergebenen Preise und eine Bibliographie sämtlicher Veröffentlichungen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.05.2000
In zwei Büchern läßt die 1949 gegründete Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ihre Geschichte am geneigten Leser vorbeiziehen - so langweilig wie befürchtet, meint Joachim Güntner ganz überrascht, seien die beiden Bücher nicht. Die gut fünfzigjährige Geschichte der Akademie steht im Mittelpunkt des von Michael Assmann (mit Herbert Eckmann gemeinsam) herausgegebenen Bandes "Zwischen Kritik und Zuversicht", der dem Rezensenten gefallen hat, da er sachlich verfasst ist und nichts beschönigt. Das Buch enthält eine Chronik sowie Dokumente jeder Art: Briefe, Protokolle, Pressekommentare. Nun habe es nicht besonders viel zu beschönigen gegeben, schreibt Güntner, und führt im folgenden die Schwachpunkte der Akademie auf. Schwer tat sie sich anfangs mit der Eingliederung der Emigranten, exemplarisch aufgerollt am Fall Thomas Mann, glücklos verfolgte sie verschiedene Zeitungsprojekte, lau war ihre öffentliche Ausstrahlung. Aber sie hat verschiedentlich auch aufgemuckt: gegen die atomare Bewaffnung in den 50er Jahren, gegen Rechtschreibreform und "Schundgesetz". Anpasserisch sei die Akademie jedenfalls nicht gewesen, kommt der Rezensent zum Schluss, eher etwas weltfremd.
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