Aus dem Gedächtnis der unmittelbaren Gegenwart konstruieren diese Gedichte radikal Erinnerungen - beispielsweise an das Leben in einer Kleinstadt im Österreich der späten 1960er Jahre, an Momente der Freude, der Trauer, des Glücks im Großstadtleben des fortschreitenden 21. Jahrhunderts. Die 99 Texte von "Grüner Anker" bestehen aus autobiografischen Langgedichten, sprach- wie selbstkritischen Reflexionen, sie bieten poetisch Ausuferndes und Beispiele äußerster Reduktion. Poesie und Intellektualität schließen einander nicht aus, sondern beherzigen eine Forderung von Elfriede Gerstl: gedichte dürfen argumentieren, müssen aber nicht.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…