Hermann von Pückler-Muskau

Briefe eines Verstorbenen

Cover: Briefe eines Verstorbenen
Propyläen Verlag, München 2006
ISBN 9783549072967
Gebunden, 1008 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Hermann Fürst von Pückler-Muskau, Exzentriker, Lebemann und Gartengestalter, war zugleich ein Schriftsteller von hoher stilistischer Eleganz. Witzig und geistvoll berichtete er seiner Frau Lucie in langen Briefen von seiner berühmten Englandreise 1826 bis 1829. Die Erstausgabe aus dem Jahre 1830, herausgegeben von Varnhagen von Ense, lobte Goethe überschwenglich als ein "für Deutschlands Literatur bedeutendes Werk". Dieses schönste deutsche Reisebuch, vergleichbar nur Heines "Reisebildern", erscheint hier vollständig und zum ersten Mal mit einem sorgfältigen kulturhistorischen Kommentar versehen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.04.2007

Hannelore Schlaffer hätte die Briefe, die Hermann Fürst Pückler-Muskau aus England an seine geschiedene Frau schrieb, gern in horizontaler Lage goutiert, denn das hält sie für die angemessene Haltung für die Lektüre. Dass dies nicht geht, liegt an der Entscheidung des Verlags, die vielen Briefe in einem einzigen Band, statt wie bei der Ausgabe von 1830 in vier Teilbänden zu publizieren, und das ist auch schon der einzige Kritikpunkt der ansonsten faszinierten Rezensentin. Sie schwärmt vom amüsanten und lockeren Ton, mit dem Pückler-Muskau von Land und Leuten, Mineralwasserqualität und Gartenkunst berichtet und findet den milden Spott, mit dem der Autor häufig seine Beobachtungen würzt, recht unterhaltsam. Auch wenn die Fakten, die der Fürst über seine Reisestationen vermittelt, auch anderswo zu lesen seien, lasse sich eine genauere Beschreibung der feinen Gesellschaft Englands aus dieser Zeit kaum finden, so die Rezensentin begeistert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.01.2007

Dass der Name Pückler mehr bedeutet als eine "Speiseeistrilogie" macht Felix Johannes Krömer klar. Die dereinst bestsellenden Briefe des rasenden Fürsten liest er als "farbiges Porträt des späten Regency", als "geistvolle" Reisereportagen über Fragen des Handels oder die neuesten Shakespeare-Inszenierungen. Vor einem, der wie Pückler um 1825 Pressefreiheit und Parlamentarismus fordert, zieht Krömer den Hut, erst recht, wenn er sich dabei so schöner Wörter bedient, wie "hidös", um seinen Abscheu auszudrücken, oder "Occiput" für Hinterkopf. Dem Verlag indessen rät Krömer, sich an der alten DDR-Ausgabe der Briefe ein Beispiel zu nehmen. Sie verfügt über die hier vermisste Inhaltsangabe, ist "praktischer und schöner".
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