Schon zweimal war Deutschland eine Seemacht. Die Hanse prägte 500 Jahre europäischer Geschichte und gilt heute als Vorbild für Europa. Das Flottenprogramm Kaiser Wilhelms II. endete dagegen in der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts: dem Ersten Weltkrieg. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, schickt sich das wiedervereinte Deutschland nun zum dritten Mal an, als Seemacht auf der Weltbühne eine Hauptrolle zu spielen. Die Containerschiff-Flotte Deutschlands ist inzwischen die größte der Welt, und 2009 wird die Deutsche Marine mit dem Bau neuartiger Marathon-Fregatten beginnen, die schlagkräftigsten und teuersten Waffensysteme in der deutschen Geschichte. Nach dem Willen der politischen und militärischen Strategen sollen sie Deutschlands Freiheit künftig im Persischen Golf, vor dem Suezkanal oder in der Straße von Malakka verteidigen. Hermannus Pfeiffer schildert diesen heimlichen Aufstieg des maritimen Komplexes in Deutschland, untersucht die wirtschaftspolitischen Weichenstellungen seit der Kanzlerschaft Gerhard Schröders und benennt die Risiken, die mit der Aufrüstung der Deutschen Marine verbunden sind.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.08.2009
Die Bundesmarine als Fortsetzung der kaiserlichen und nationalsozialistischen Rüstung zur See? Nun ja. Die ein oder andere These in Hermannus Pfeiffers Buch möchte Thomas Speckmann dem Autor lieber nicht abkaufen. Anschaulich aber findet Speckmann, wie Pfeiffer den Aufstieg der Hanse und die maritime Bedeutung des heutigen Deutschland beschreibt. Die machtsichernden Machenschaften der Hanse erinnern Speckmann mitunter an diejenigen der EU-Staaten oder der Nato. Und dass Deutschland Seemacht sei, belegt ihm der Autor dann doch noch eindrucksvoll mit Ausführungen über aktuelle Flottenprogramme und fette Rüstungsaufträge für Thyssen-Krupp und Co.
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