Aus dem Japanischen von Sabine Roth. Zwei Fälle, zwei Ermittler, ein Schauplatz: Japan, Polizeipräsidium Präfektur D.Fall 1: Inspektor Futawatari wird mit der personellen Umstrukturierung der Präfektur beauftragt, doch Kriminalpolizei-Legende Michio Osakabe weigert sich überraschend, in Ruhestand zu gehen. Osakabe wird zu einem Sandkorn im Getriebe der Polizeibürokratie - bis Futawatari darauf stößt, dass Osakabe nicht aufgehört hat, in einem grausamen Fall zu ermitteln, der nie gelöst wurde …Fall 2: Abteilungsleiterin Tomoko Nanao wird benachrichtigt, als eine junge Polizistin plötzlich nicht mehr zur Arbeit erscheint. Nanao ist für alle weiblichen Polizeikräfte der Präfektur verantwortlich und hat einen dunklen Verdacht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 07.01.2020
Rezensentin Sylvia Staude liest diese beiden Erzählungen Hideo Yokoyamas mit derselben Faszination, mit der sie auch schon seinem Roman "64" folgte. Die Kriminalisten agieren bei diesem japanischen Erzähler anders, als sie es in amerikanischen oder europäischen Geschichten tun, betont Staude, aber gerade das hat für die Rezensentin seinen Reiz. Wenn sich der Ermittler Osakabe weigert, eine Absprache ehrenhaft einzuhalten oder Kommissarin Hirano plötzlich verschwindet, dann genießt Staude nicht Action noch Thrill, sondern Lakonie, Nüchternheit und Präzision.
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