Garry Disher

Kaltes Licht

Kriminalroman
Cover: Kaltes Licht
Unionsverlag, Zürich 2019
ISBN 9783293005501
Gebunden, 320 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Peter Torberg. Im Garten der Wrights auf der Blackberry Hill Farm gleitet eine Schlange über den verdorrten Rasen und unter eine verwitterte Betonplatte. Die aufgeschreckte Familie lässt den Schlangenfänger kommen, doch der buddelt etwas ganz anderes aus: Unter der Platte kommt ein Skelett zum Vorschein. Ein Fall für die Abteilung für ungelöste Verbrechen, in der Sergeant Alan Auhl verstaubte Cold Cases bearbeitet...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.08.2019

Für Kai Spanke gehört der Australier Garry Disher zu den besten Krimi-Autoren überhaupt, und er kann wirklich nicht verstehen, warum ihm weniger Erfolg vergönnt ist als so vielen "Nichtskönnern, Blendern und Langeweilern", die Spanke aber leider nicht namhaft macht. Anyway: Disher hat mit Sergeant Alan Auhl einen Ermittler geschaffen, freut sich Spanke, der als ausgebrannter Mann um die fünfzig starte und sich zu einem "unvergesslichen Grenzgänger" entwickele. Dass Disher seinen Plot gekonnt mit nicht weniger als vier Fällen handhabt, sein Figurenensemble taktvoll führt und virtuos das erzählerische Sfumato beherrscht, lässt den Rezensenten vor Begeisterung geradezu jubeln. Dishers große Kunstfertigkeit erkennt Spanke nicht zuletzt darin, dass er aus der Lösung ein Rätsel machen kann.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 27.07.2019

Rezensentin Kirsten Reimers zeigt sich überzeugt von Garry Dishers neuem Krimi. Vor allem die Ermittlerfigur hat es ihr angetan. Der Senior in der Abteilung "Ungelöste Fälle" betört die Rezensentin mit Kompetenz, Beharrlichkeit, Präzision und Rechtsempfinden. Der im Buch verhandelte wiederaufgenommene Mordfall, in dem es um eine obskure Religionsgemeinschaft geht, reizt den Ermittler allerdings auch zur Selbstjustiz, wie Reimers feststellt. Wie der Autor die Stränge seiner Erzählung zusammenhält, wie fein und glaubwürdig er Figuren und gesellschaftliche Verhältnisse zeichnet und wie er auch ohne große Action zu fesseln vermag, findet Reimers stark.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.07.2019

Langeweile kennt Rezensentin Sylvia Staude nicht beim Lesen von Garry Dishers Kriminalromanen. Dishers Neuer enttäuscht sie da nicht, sondern schafft es, komplexe Sachverhalte, ein Haufen Personal und eine feine Konstruktion und überraschende Wendungen ohne Überflüssigkeiten auf weniger als 500 Seiten lässig zu vereinen. Dishers neuer alter Ermittler, ein Mann mit einer Menge offener Rechnungen, überzeugt Staude auch. Dass Disher sich um Krimikonventionen nicht schert und allerhand Enden einfach offenlässt, muss der Leser allerdings aushalten, meint Staude.

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