Aus dem Englischen von Jenny Merling. Die meisten Geschichten erzählen von großen, ungewöhnlichen Freundschaften. Annabeth und Noe. Noe und Annabeth. So war es schon immer. Gemeinsam schmiedeten sie Pläne für die Studentenzeit in Paris. Sie würden einen Goldfisch besitzen, die Nächte durchquatschen und lauter wilde Partys feiern. Als sich die Schulzeit dem Ende nähert, ist Annabeth daher bereit - bereit für alles. Für eine gemeinsame Zukunft mit ihrer besten Freundin. Doch plötzlich ändert Noe ihre Pläne. Es gibt einen Jungen an ihrer Seite, eine andere Universität ist im Gespräch und die gemeinsamen Nachmittage finden immer seltener statt. Die Freundschaft erscheint wie ein alter Lieblingspulli: ehemals heiß und innig geliebt, jetzt kratzig und viel zu eng. Annabeth muss sich fragen, ob sie bereit ist, Noe aufzugeben, um der Mensch zu werden, der sie wirklich sein will.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.06.2017
Fridtjof Küchemann bewundert, wie spannungsreich Hilary T. Smith in ihrem Jugendbuch das Thema Vergewaltigung und Sexualität angeht. Die Geschichte aus Sicht einer 13-Jährigen, die von ihrer Mutter erfährt, dass sie das Resultat einer Vergewaltigung ist, überzeugt Küchemann aber auch durch Genauigkeit bei der Darstellung der emotionalen Schwierigkeiten zwischen Mutter und Tochter und durch den Hoffungsschimmer auf Lösungen, den die Autorin jungen Leser nicht vorenthält.
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