Aus dem Englischen von Eva Riekert. Wien, 1936. Drei Freunde - Leo, Elsa und Max - verbringen einen perfekten Tag auf dem Jahrmarkt zusammen. Ein Foto, aufgenommen im Riesenrad des Praters, wird sie immer an diesen Moment der Freude und der Leichtigkeit erinnern. Die ganze Welt scheint ihnen zu gehören! Doch bald darauf versinkt diese Welt um sie herum in Dunkelheit und reißt sie grausam auseinander. Der Krieg versprengt sie nach Deutschland, England, Prag und Polen. Und nur einer von ihnen wird überleben - dank einer schicksalhaften Begegnung, damals im Riesenrad.
Rezensent Christoph Vormweg scheint gefesselt von Liz Kesslers Jugendroman über drei neunjährige Freunde in Wien Mitte der 1930er Jahre. Wie unterschiedlich sich die Wege der drei aufgrund ihres jüdischen beziehungsweise nationalsozialistischen Elternhauses gestalten, erzählt die Autorin laut Vormweg spannend, eingängig und psychologisch einfühlsam. Den Wechsel der Erzählperspektiven von Figur zu Figur hält Vormweg für einen raffinierten, die Dynamik steigernden Kniff. Die genaue Darstellung des wachsenden Antisemitismus und die bildreiche Schreibweise machen das Buch für den Rezensenten zur beklemmenden Lektüre.
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