Herausgegeben von Mathias Mayer und Julian Werlitz. Hugo von Hofmannsthal, Europäer und Wiener, Lyriker und raffinierter Erzähler, erfolgreicher und manchmal packend gescheiterter Dramatiker, weltoffener Essayist und unbequemer Zeitgenosse - dieses Handbuch beleuchtet die schwer überschaubare Vielseitigkeit des Werkes in seinen ideen- und kulturgeschichtlichen Verschränkungen. Erträge der Forschung und der Editionen werden zu Perspektiven gebündelt, die eine komplexe Gestalt der Moderne als Spiegel darüber hinausreichender Fragen zeigen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.02.2017
Jens Malte Fischer empfiehlt das Hofmannsthal-Handbuch von Mathias Mayer und Julian Werlitz dem interessierten Hofmannsthal-Leser wie dem Forschenden gleichermaßen. Auch wenn er Kleinigkeiten wie einzelne Bühnenbearbeitungen vermisst, er manche Beobachtung zu Hofmannsthals Freundschaften allzu rosig findet, ihm der ein oder andere Artikel der 45 Beiträger zu kurz geraten scheint und ihm das Handbuch nicht die schmerzlich vermisste große Biografie ersetzen kann, überzeugt ihn der Band dennoch mit seinen alles Wesentliche einschließenden Ausführungen zu Leben, Werk und Wirkung.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…