Joseph Christian Lillie besuchte zeitgleich mit Christian Frederik Hansen, mit dem er auch freundschaftlich verbunden war, die Kunstakademie in Kopenhagen. Hansen war es auch, der Lillie nach einem Konkurs und seiner "Flucht" aus Kopenhagen 1799 wieder auf die Beine half und ihn als Baukondukteur bei seinen Projekten einstellte. Später ließ sich Lillie in der freien Reichsstadt Lübeck nieder, wo er bis zu seinem Tode als Privatarchitekt und zeitweise als Stadtbaumeister tätig war. Der Däne hat wesentlich die Architektur des Klassizismus in Lübeck und seinem Umfeld geprägt und den dänischen Stil in die Hansestadt eingeführt, besonders auch durch seine langjährige Tätigkeit als Chef der örtlichen Zeichenschule für Bauhandwerker. Neben der Beschreibung und Dokumentierung aller Bauten in Lübeck darunter auch eine Reihe von bisher unbekannten Objekten befasst sich das Buch mit dem sozialen und ökonomischen Umfeld der Tätigkeit des Architekten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.03.2008
Hubertus Adam begrüßt in seiner kurzen Kritik diese grundlegende Monografie zum Werk des dänischen Architekten Joseph Christian Lillie, der nach dem Konkurs seiner zunächst erfolgreichen Möbelwerkstatt nach Norddeutschland flüchtete, um dort als Architekt zu reüssieren. Da sich Lillie insbesondere durch herrschaftliche Wohnsitze in der Lübecker Umgebung einen Namen machte, liegt das Hauptaugenmerk des Bandes, der mit reichhaltigem Bild- und Planmaterial ausgestattet ist, auch auf diesem in den 1820er Jahren entstandenen Teil seines Schaffens, teilt der Rezensent eingenommen mit.
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