Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.08.2000
Bildbände vermögen gelegentlich ästhetisch-religiöse Erfahrungen glaubhaft wiederzugeben. Bei dem vorliegenden Band soll dies der Fall sein, meint der Rezensent mit dem Kürzel L. L. Anhand von Texten und Photos wird hier eins der "berühmtesten Zen-Tempels in Kyoto" dokumentiert, vor allem sein "Kleinod" - der Steingarten. Weißer, geharkter Kies, kegelförmige Gebilden, Minimalismus und Bescheidenheit - hier werde auf radikalster und schönster Art der "Gegensatz zwischen Form und Leere aufgehoben". Die Autoren führen den "westlichen Blick" gekonnt und unterrichtend durch die meditative Kunst der Zen-Reduktion . Fazit: Sehen, staunen und meditieren.
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