In englischer Sprache. Mit 140 Fotos von Johanna Diehl. In den 1960er- und 70er-Jahren entstanden in Europa visionäre Architekturen, die die gängigen Vorstellungen vom Wohnen grundsätzlich infrage stellten. Viele dieser Gebäude sind verfallen, die Architekten vergessen - obwohl sie noch dort leben. Maak hat sie besucht und eine "Archäologie des Utopischen" entworfen, die zeigt, dass in den Ruinen entscheidende Ideen für die Welt von morgen zu finden sind. Und die Fotografin Johanna Diehl hat in den Ruinen der utopischen Moderne Bilder von revolutionären Lebensvorstellungen entdeckt, die überraschend aktuell wirken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.01.2018
Absolut begeistert ist Rezensentin Andrea Gnam vom Buch "Eurotopians", in dem Autor Niklas Maak und Fotografin Johanna Diehl auf ästhetische wie theoretisch fundierte Weise die "gebauten Gesellschaftsutopien" europäischer - hauptsächlich französischer - Architekten der 60er und 70er Jahren vorstellen. Mit Sachverstand, genauem Blick für Details und großer Leichtigkeit, so die beeindruckte Rezensentin, porträtieren die Autoren eine Architektur, die in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs mit technikversierter Innovation in die Zukunft weisen wollte. Besonders interessant findet Gnam, dass Maak und Diehl auch einen Blick auf die globale Weiterentwicklung der vielfältigen Ideen jener Jahre werfen, die heute beispielsweise in der modernen japanischen Architektur "hochästhetisch" wiederzufinden sind. Die Fülle von Ideen aus einer längst vergangenen Epoche sprudelt in diesem Buch noch immer hervor, schwärmt die angeregte Rezensentin.
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