In Kulturen, die eine Wahrnehmung für die Erde und ihre Schöpfung entwickelt haben, sind die Krafttiere seit Jahrtausenden geläufig. Die Schamanen aller Zeiten und Kulturen ließen sich von diesen geistigen Helfern, die sie in ihren inneren Welten trafen, beim Heilen und beim Erlangen von wichtigen Informationen begleiten und unterstützen. Auch für den Menschen der Moderne ist die Bedeutung der Tiere ungebrochen. Mit Hilfe von Imagination, Meditation und "Traumreisen" ist es leicht möglich, sich bewusst an diese Ebene anzuschließen. So kann jeder sein persönliches Krafttier als Boten der Göttin und Vermittler tiefer, eingeborener Weisheit kennen lernen. Irene Dalichow trägt die historischen, anthropologischen und mythologischen Aspekte der Krafttiere zusammen uns stellt die Verbindung zu unserer Alltagserfahrung her. Sie vermittelt dem Leser die entscheidenden Kenntnisse, mit denen er sich der Welt der geistigen Helfertiere nähern kann. Beschreibungen von praktischen Übungen runden die Kapitel ab. So kann jeder Leser auf eigene Faust "reisen" oder andere bei Expeditionen dieser Art begleiten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.08.2000
Klaus Harms hat ganz klar ein Faible für Harvey, den unsichtbaren Hasen, der James Stewart in Henry Kosters Film "Mein Freund Harvey" begleitete. Mit "Krafttieren" hat es Harms allerdings nicht so. Der Rezensent, der sich in seiner Kritik als Naturwissenschaftler outet, besteht auf einer strikten Trennung zwischen Erfindung und Realität. Spöttisch fragt er, warum die Autorin nie auf die Idee kommt, dass diese angeblich realen tierischen Begleiter "ein Figment ihres Hirnkastens" sein könnten. Auch findet er die Krafttiere, wie Dalichow sie beschreibt, in ihrer Erscheinungsform langweilig - zu plump menschenähnlich. Kein Hakenwurm, keine Kopflaus, nicht einmal ein Plasmodium ist dabei, klagt Harms. Was unsichtbare Begleiter angeht, hält er es doch lieber mit der Kunst - was für einen Naturwissenschaftler ein schöner Zug ist.
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