Aus dem Amerikanischen von Almuth Carstens. Aus dem reichen Erfahrungsschatz von 45 Berufsjahren formuliert der Psychotherapeut Irvin D. Yalom sein Verständnis von Schlüsselmomenten der Psychotherapie: So geht es in diesem Buch um das gesamte Spektrum der Beziehung zwischen Therapeut und Klient; um die Auseinandersetzung mit den großen, existenziellen Fragen der Menschheit, die Konfrontation mit der Sterblichkeit, der Sinn des Lebens, der Umgang mit der Freiheit; um die alltäglichen Fragen im Verlauf einer Therapie; um die Deutung und Einbeziehung von Träumen; und um die generellen Probleme und die Glücksmomente des Therapeutendaseins.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 09.01.2003
Für Rezensent Christopher Baethge hat dieses Buch alle Vorzüge amerikanischer Lehrbücher. Es ist enthusiastisch und motivierend, findet er, dabei jedoch pragmatisch und konkret bis in die vorgeschlagenen Formulierungen hinein, die der Rezensent gelegentlich "im Stile Rilkes und seiner 'Briefe an einen jungen Dichter' verfasst findet. Es fällt dem Rezensenten bei der Lektüre auch nicht schwer, sich vorzustellen, dass der Autor, der seinen Informationen zufolge in 85 kurzen Kapitel die Essenz seiner 45-jährigen Berufserfahrung vermittelt, "ein grandioser Psychotherapeut ist". Dennoch hat der Rezensent ernste Einwände. Beispielsweise findet er den von Yalom empfohlenen, gelegentlichen etwas unorthodoxen Umgang mit Analytiker-Grundregeln auch bedenklich. Schließlich hätten diese Regeln den Sinn, Patienten und Therapeuten vor unproduktiven Handlungen und Interventionen unerfahrener Therapeuten zu schützen. Auch fehlen dem Rezensenten Anweisungen für den "häufigen Fall", dass die Therapie stockt.
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