Wir alle kennen das Gefühl der Leere. Manchmal ist es die süße Leere der Entspannung, nach der wir uns sehnen, wenn wir zu voll und überfordert sind. Doch häufiger begegnen wir der Leere, an der wir leiden. Wenn wir uns anlehnen wollen, aber da ist niemand. Wenn wir gehört werden wollen, aber wir werden überhört oder übertönt. Wenn wir die Hand ausstrecken, aber ins Leere greifen. Wenn alles da ist, aber dennoch irgendetwas fehlt. Diese Erfahrungen schmerzen. Wenn sie sich wiederholen oder dauerhaft anhalten, werden sie zum Drama der Leere. Udo Baer beschreibt in diesem Buch die unterschiedlichen Facetten der Leere und wie die Leere zwischen den Menschen entsteht und zu einer inneren Leere werden kann. Er stellt auf dem Hintergrund seiner 35-jährigen Erfahrung als Therapeut und Pädagoge die Folgen der Leere-Erfahrungen dar und was konkret dagegen hilft.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 21.11.2024
Auf eine Erkundungsreise durch die vielfältigen Formen der inneren Leere macht sich Rezensentin Susanne Billig mit dem Psychotherapeuten Udo Baer. Dieser widmet sich frühkindlichen "Leere-Erfahrungen", durch zum Beispiel mangelnde elterliche Zuneigung, die auch im Erwachsenenalter nachwirken. Genau so behandelt Baer die Leere, die der Tod einer geliebten Person auslösen kann, aber auch die "erzwungenene Leere", die Menschen beispielsweise in Diktaturen spüren, die ihnen die Sprache verweigern. Zu all diesen Fällen, kann Baer Praxisbeispiele aus seinem Alltag anbringen, was Billig aufgrund der Anschaulichkeit nur begrüßen kann. Auf ein enormes Quellenverzeichnis verzichtet das Buch, es geht mehr um die direkte Erfahrung und auch konkrete Tipps, wie man sich selbst helfen kann, hält Baer bereit.
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