James Hutton (1726 - 1797), dem Vater der modernen Geologie, ist hier eine Biografie gewidmet, ein Zeitgemälde der Naturwissenschaften und Gesellschaft des späten 18. Jahrhunderts in Schottland und England. Der Mann, der mehr in den Steinen als in den Büchern las, verwarf die biblischen Vorstellungen über die Entstehung der Erde. Bei Hutton ist die Erde beim Entstehen, ja die meiste Zeit, menschenleer - eine ungeheure Provokation gegen die Bibel und ihre Schöpfungsgeschichte. James Hutton gelang es erstmals schlüssig und verblüffend stimmig darzustellen, wie die Erde entstanden ist. Seinen Forschungen zufolge musste die Erde uralt sein - etwa 4,6 Milliarden nach heutigen Berechnungen. Erst seine kühnen Thesen ermöglichten es Charles Darwin, in scheinbar unendlichen langen Zeiträumen das schweigende Schauspiel der Evolution zu entfalten und entsprechend zu schildern.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.04.2007
Auch für Nicht-Geologen ist dieses Buch über den schottischen Geologen James Hutton und seine Bahn brechende Erkenntnis der geologischen Entwicklung der Erde sehr anregend, versichert Christian Schütze. Auch wenn Begriffe fallen wie "Uniformitarianismus", einer der Schlüsselbegriffe für Huttons Forschungen, steht dieses Buch in der erfreulichen Tradition angelsächsischer Sachbücher, komplexe Inhalte in verständlicher Sprache und als angenehme Lektüre an die Leser zu bringen, lobt der Rezensent. Der amerikanische Autor Jack Repcheck hat ein unterhaltsames und informatives Buch über die Geschichte einer Erkenntnis und über das geistesgeschichtliche Klima im Schottland des ausgehenden 18. Jahrhunderts geschrieben, so Schütze sehr angetan.
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