Aus dem Englischen von Doris Gerstner, Klaus-Dieter Schmidt und Hans-Urlich Seebohm. . Heutzutage sind es vor allem Naturwissenschaftler, die uns mit Schlüsselfragen des Lebens konfrontieren. Sie sind an die Stelle der klassischen Intellektuellen getreten und etablieren sich immer mehr als die Leitfiguren in der öffentlichen Diskussion und Interpretation der zentralen Themen und aufregendsten Ideen der Gegenwart. John Brockmans Buch ist eine Einführung in diese neue intellektuelle Szene. Es macht uns mit den Erkenntnissen der wichtigsten Denker unserer Zeit bekannt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.02.2005
Ganz ernst nehmen kann Klaus Lüber diese Essaysammlung von John Brockman über "Wissenschaftler, die unser Weltbild verändern" zwar nicht. Gleichwohl findet er sie "sehr unterhaltsam" und immerhin "leicht zu lesen". Brockman, Herausgeber zahlreicher Bücher von amerikanischen Elite-Wissenschaftlern, hatte den Begriff der "dritten Kultur" geprägt, informiert Lüber, und immer wieder das Ende der Geisteswissenschaften verkündet. Vorliegende Texte lesen sich nach Einschätzung Lübers streckenweise so, als handle sich um die Protokolle von Drogenexperimenten an Elite-Wissenschaftlern: "Mit Leichtigkeit und stilistischer Eleganz fabulieren dort Professoren der angesehensten amerikanischen Universitäten zwar ausgesprochen phantasiereich aber in geradezu frappierender Einseitigkeit und in großen argumentativen Sprüngen über die Zukunft technologischer Entwicklung." Lüber erklärt diesen Eindruck damit, dass sich Brockman "die editorische Freiheit" genommen hat, die versammelten Texte auf der Grundlage von Interviews in Aufsatzform zu verfassen. So bleibe dem Leser nichts anderes übrig, als durch den editorischen Zerrspiegel des Herausgebers zwar sehr viel von kuriosen und zugegebenermaßen unterhaltsamen Visionen wie dem Herauf- und Herunterregeln von Hundeohren (Stephen M. Kosslyn), der Lizenz zum Ausdrucken eines Tisches (Jordan B. Pollack) oder umherfliegenden Cyberbodies (David Gelernter) zu erfahren, "aber nur sehr wenig von den möglichen Gefahren einer technologisch dominierten Zukunft".
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