Aus dem Amerikanischen von Michael Haupt. Sie waren die größten Architekten ihrer Zeit - und die größten Feinde, die man sich denken kann: Bernini und Borromini haben Rom ein neues Gesicht und der Welt die barocke Architektur geschenkt. Eines der eindrucksvollsten Dioskurenpaare der Kunstgeschichte wird in diesem Buch mit seinen Rivalitäten, Intrigen, seinem Hass auf- und Leiden aneinander so lebendig dargestellt, dass man glaubt, einen Roman zu lesen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.04.2006
Dramaturgisch geschickt hat Jake Morrissey die Bautätigkeit im Rom des 17. Jahrhunderts als Geschichte einer Konkurrenz zwischen Gianlorenzo Bernini und Francesco Borromini entworfen, erklärt Manfred Schwarz. Und dies sei der "theatralischen Stadt" durchaus angemessen, denn "nichts besaß dort und damals mehr Überzeugungskraft, mehr Autorität als der grandiose virtuose Bühneneffekt". Bernini und Borromini, die beiden rivalisierenden und um die Gunst des päpstlichen Hofes buhlenden Baumeister erscheinen in diesem Buch als Figuren eines "geradezu theaterreifen Exposes", das dem einen die strahlende Hauptrolle, dem anderen die vertrackte Charakter- und Nebenrolle zuwies. Ob Vierströme-Brunnen auf der Piazza Navona oder die abgerissenen Glockentürme von St. Peter - für den Experten mag dies alles nicht neu sein, so Schwarz, aber das ist auch nicht wichtig: Morrissey habe ein "vorzügliches", sachkundiges und "unterhaltsames" Buch geschrieben, das dicht an den Quellen die "fieberhafte Bautätigkeit im Rom des mittleren 17. Jahrhunderts" erklärt.
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