1 CD, 60 Minuten. Mit ihrem 60-minütigen Eventhörspiel "Förderschulklassenfahrt" nehmen die Fernsehunterhalter Klaas Heufer-Umlauf und Jan Böhmermann ihre Zuhörer mit auf eine Reise in die schlecht beleuchteten Randbereiche des deutschen Bildungssystems. Erleben Sie die aufregende Klassenfahrt der 9c der Claudia-Nolte-Förderschule Vechta aufgeschrieben, erzählt und gespielt von Deutschlands bekanntesten Leistungsverweigerern! Es riecht nach Lunchpaket und Früchtetee: Begleiten Sie einen kunterbunt-kultigen Haufen butterflymesserschwingender Förderschüler bei ihrem ersten Museumsbesuch, spielen Sie Mäuschen und belauschen Sie wandermüde Jugendliche nachts in den Etagenbetten ihres Schullandheims, erfahren Sie endlich den Unterschied zwischen Bushido und Sido, Förder und Sonder, Küssen und Gangbang und lassen Sie sich von den von Heufer-Umlauf und Böhmermann lebensnah dargestellten Problemjugendlichen erklären, warum es cooler ist, hinten im Linienbus zu sitzen, warum Männer besser als Frauen und Schüler vom "Genasion" peinlicher als die von der Realschule sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.06.2013
Rezensentin Hannah Lühmann zeigt sich durchaus angetan von Jan Böhmermanns und Klaas Heufer-Umlaufs Hörspiel "Förderschulklassenfahrt". Auch wenn der politisch inkorrekte, ab und an auch "geschmacklose" Humor der beiden Moderatoren über gewalttätige Jugendliche mit Migrationshintergrund oder übergewichtige Förderschüler der Kritikerin bisweilen geradezu wehtut, hat sie sich doch bestens amüsiert - nicht zuletzt aufgrund der herausragenden Leistungen der beiden als Stimmenimitatoren. Und so begegnet ihr hier etwa der stets auf seine Teilnahme bei "Frauentausch" hinweisende, von Heufer-Umlauf mit sich überschlagender Stimme gesprochene Gerome Walz oder der unterprivilegierte, übergewichtige, von Böhmermann mit "gutmütiger Traurigkeit" gesprochene Mark Horstmanns, dessen Hobbys "Butter, Pizza und Internet" sind und der sich in Berlin am meisten "auf alles mit Hitler" freut. Mit diesem Hörspiel ist den beiden eine bemerkenswerte Imitation einer den "lüsternen" Voyeurismus des Publikums bedienenden Fernseh-Sozialreportage gelungen, lobt die Rezensentin.
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