Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.04.2000
Hans-Herbert Räkel entläßt den Leser mit äußerst gemischten Gefühlen aus seiner Rezension. Eingeschüchtert von den Erläuterungen des Rezensenten zur deutschen Syntax, wird man dennoch recht neugierig auf das Buch gemacht. Christ, erklärt Räkel, erfindet in oft nur einem langen Satz Anekdoten aus dem Leben Kleists, die so "treffend gewählt" sind, dass man sie manchmal für authentisch halten möchte. Gleichzeitig liefere er "Stilübungen in einem emphatischen Sinn". Womit wir bei der Syntax sind. Die Sätze sind grammatikalisch unverständlich - oder mißverständlich? - nach Räkels Auffassung "wahrheitswertneutral". Enttäuscht ist Räkel nur darüber, dass Christ gelegentlich die "syntaktische Normalform" benutzt, womit er dem Leser "letzte Radikalität schuldig" bleibt.
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