Aus dem Amerikanischen von Gabriele Zelisko. Der Wind hat viele Namen: Schirokko, Föhn, Monsun, Hurrikan, Tornado, Brise und Orkan. Und er ist allgegenwärtig, ob wir ihn spüren oder nicht. Kaum ein anderes Naturphänomen hat solch einen großen Einfluß auf die Geschichte und Seelenlage der Menschheit gehabt. Er begleitet uns durch jeden Tag unseres Lebens und doch hat er nur selten Erwähnung gefunden - außer im Rahmen des Wetterberichts. Die Wissenschaftsjournalistin Jan DeBlieu beobachtete den Wind mit den Augen der Wissenschaftlerin und erzählt von ihm mit der Stimme der Poetin. Exakt und anrührend, aufschlußreich und faszinierend. Da macht das Zusammentreffen weniger Moleküle Weltgeschichte. Der Wind weht, und Religionen entstehen, Kontinente werden entdeckt, Königreiche gehen unter.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.12.2000
Der Wind, der Geist, weht wo er will. Jan DeBlieu hat er seine eigene Geschichte eingegeben. Hermann Wallmann findet sie richtig gut. Immer bleiben "beide Dimensionen, die physikalische und die spirituelle" im Blick und auch wenn sich DeBlieu den "Überlieferungen hingibt" bleibt er "abgeklärt". Von verlorenem Frachtgut ist da die poetische Rede, die aber zurückführt in die Welt der Technik: "Aus den Angabe über die Fundorte ? ließen sich Computermodelle für verschiedene Oberflächenströmungen entwickeln." Inspiriert von dem Buch will der Rezensent erst mal wieder Gedichte und Romane lesen, in denen der Wind ein Lied erzählt.
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